{"id":239580,"date":"2021-03-18T11:46:47","date_gmt":"2021-03-18T09:46:47","guid":{"rendered":"https:\/\/beecare.ch\/?p=239580"},"modified":"2023-05-08T16:00:15","modified_gmt":"2023-05-08T14:00:15","slug":"beecare-partner-des-projekts-corona-immunitas-ticino","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/beecare.ch\/de\/news\/beecare-partner-des-projekts-corona-immunitas-ticino\/","title":{"rendered":"BeeCare: Partner des Projekts Corona Immunitas Ticino"},"content":{"rendered":"<p>Welche konkreten Auswirkungen hatte und hat Covid-19 im Kanton Tessin? Welcher Anteil der Bev\u00f6lkerung hat Antik\u00f6rper gegen das neue Coronavirus entwickelt? Isolation und Covid-19-Symptome: Wie haben sie sich auf das Wohlbefinden der Menschen ausgewirkt?<\/p>\n<p>Das Forschungsprojekt Corona Immunitas Ticino unter der Leitung von Professor Emiliano Albanese vom Institut f\u00fcr \u00f6ffentliche Gesundheit (IPH) der Universit\u00e4t der italienischen Schweiz (USI) und Professor Luca Crivelli vom Departement f\u00fcr Wirtschaft, Gesundheit und Soziales (DEASS) der Fachhochschule der italienischen Schweiz (SUPSI) hat zum Ziel, eine Antwort auf diese und viele andere wichtige Fragen zu liefern.<\/p>\n<p>BeeCare ist stolz darauf, Partner in diesem Projekt zu sein: Unser Pflegepersonal hat zu Hause Blutproben von \u00e4lteren Menschen entnommen, die nicht in die entsprechenden Zentren gehen konnten oder wollten, um den serologischen Test durchzuf\u00fchren. Dr. Rebecca Amati, Forscherin und Projektleiterin bei Corona Immunitas Ticino, berichtet \u00fcber dieses Projekt und die wichtige Rolle von BeeCare.<\/p>\n<h2>Ein nationales Projekt zur Untersuchung der Ausbreitung und der Auswirkungen von Covid-19 in der Schweiz<\/h2>\n<p>Das Projekt <strong>Corona Immunitas Ticino<\/strong> ist Teil eines landesweiten Forschungsprojekts, das von der <strong>Swiss School of Public Health (SSPH+)<\/strong> geleitet und vom Bundesamt f\u00fcr Gesundheit sowie mehreren Schweizer Kantonen und Unternehmen unterst\u00fctzt wird.<\/p>\n<p>\u201eVor genau einem Jahr, im M\u00e4rz 2020, startete die Swiss School of Public Health ein national koordiniertes wissenschaftliches Programm, an dem sich die angegliederten Universit\u00e4ten beteiligen.<\/p>\n<p>Unter Einhaltung des gemeinsamen nationalen Protokolls hatte und hat jedes Institut die M\u00f6glichkeit, spezifische Forschungsfragen zu Covid-19 auf lokaler Ebene zu untersuchen, was in der ganzen Schweiz rund 40 verschiedene Studien hervorgebracht hat\u201c, erkl\u00e4rt Forscherin Rebecca Amati.<\/p>\n<p>\u201eZiel von Corona Immunitas ist es, die Ausbreitung von Covid-19 und die Auswirkungen der Pandemie \u2013 auch auf psychologischer und sozialer Ebene \u2013 auf die Schweizer Bev\u00f6lkerung zu messen, um letztlich den Beh\u00f6rden verl\u00e4ssliche Daten zur Unterst\u00fctzung schwieriger Entscheidungen zu liefern.\u201c<\/p>\n<h2>Corona Immunitas Ticino<\/h2>\n<p>\u201eIm Juli 2020 haben wir dank der wertvollen Zusammenarbeit zwischen der Universit\u00e4t der italienischen Schweiz und der Fachhochschule der italienischen Schweiz die Corona Immunitas auch im Tessin offiziell eingef\u00fchrt. Seitdem haben sich mehr als 3000 Tessiner B\u00fcrger aktiv an dem Projekt beteiligt.<\/p>\n<p>Die Stichprobe wurde vom Statistischen Bundesamt nach dem Zufallsprinzip gew\u00e4hlt und ist repr\u00e4sentativ. Auf diese Weise l\u00e4sst sich das, was wir beobachten, auf die gesamte Bev\u00f6lkerung verallgemeinern\u201c, erkl\u00e4rt Rebecca Amati. \u201eIn der ersten Sommerphase des Tessiner Projekts haben sich etwa 650 Erwachsene im Alter von 20 bis 64 Jahren dem serologischen Test unterzogen.<\/p>\n<p>Eine Besonderheit der Corona Immunitas Ticino ist die starke Fokussierung auf die Bev\u00f6lkerungsgruppen unter 20 und \u00fcber 65 Jahren, auf denen der Schwerpunkt der zweiten Phase der serologischen Tests lag, die zwischen November 2020 und Januar 2021 durchgef\u00fchrt wurden und an denen etwa 1460 Tessiner beteiligt waren.\u201c<\/p>\n<p>Hier einige der Daten, die sich bisher ergeben haben:<\/p>\n<ul>\n<li>Unter den \u00e4lteren Menschen in der Altersgruppe 75-90 Jahre haben 6% Antik\u00f6rper gegen Covid-19,<\/li>\n<li>w\u00e4hrend in der Altersgruppe 65-74 Jahre der Prozentsatz auf 7% steigt. In jedem Fall sind dies niedrige Prozents\u00e4tze, die die Bedeutung der aktuellen Impfkampagne hervorheben.<\/li>\n<li>Bei Kindern zwischen 5 und 12 Jahren haben 12% Antik\u00f6rper <\/li>\n<li>ein Prozentsatz, der bei Jugendlichen zwischen 14 und 19 Jahren auf 18% steigt.<\/li>\n<li>In der Sommerphase des Projekts lag die Anzahl der Personen zwischen 20 und 64 Jahren, die Antik\u00f6rper hatten, bei etwa 12%.<\/li>\n<\/ul>\n<h2>Senioren im Mittelpunkt: die Rolle von BeeCare<\/h2>\n<p>\u201e<em>In der zweiten Phase des Projekts haben wir uns mehr auf Kinder und \u00e4ltere Menschen konzentriert, bei denen es immer sehr schwierig ist, verl\u00e4ssliche epidemiologische Daten zu sammeln, auch weil sie sich weniger leicht in die Forschung einbeziehen lassen<\/em>\u201c, f\u00e4hrt die Projektleiterin von <strong>Corona Immunitas Ticino<\/strong> fort. Was muss man tun, um an dieser Forschung teilzunehmen?<\/p>\n<p>\u201eDie Teilnehmer m\u00fcssen nicht nur ihr Blut f\u00fcr serologische Tests entnehmen lassen, sondern auch ein Jahr lang w\u00f6chentliche und monatliche Online-Frageb\u00f6gen ausf\u00fcllen. Dies bedeutet also im Falle von Kindern die Einbeziehung der Eltern.<\/p>\n<p>Im Falle von \u00e4lteren Menschen ist es nicht immer so einfach, da viele von ihnen nicht mit der Technik vertraut sind und das Ausf\u00fcllen der Online-Frageb\u00f6gen ein Hindernis darstellen kann. Wir wollten unbedingt \u00e4ltere Menschen in unsere repr\u00e4sentative Stichprobe einbeziehen, nicht zuletzt, weil sie von der Pandemie stark betroffen sind und es uns wichtig war, auch ihnen einen entsprechenden Stellenwert einzur\u00e4umen. Deshalb haben wir uns entschieden, einen besonderen Schwerpunkt zu setzen, um ihnen die M\u00f6glichkeit zu geben, einen Beitrag zum Projekt zu leisten.\u201c Wie sind die Forscher vorgegangen, um die \u00e4ltere Altersgruppe anzusprechen?<\/p>\n<p>\u201eWir haben ein Team von Interviewern geschaffen, das die \u00e4lteren Menschen alle zwei Wochen anruft und ihnen die Fragen aus den Frageb\u00f6gen m\u00fcndlich stellt. Jedem Teilnehmer wurde ein einziger Interviewer zugeordnet, zu dem sich ein Vertrauensverh\u00e4ltnis aufgebaut hat und der somit auch Gesellschaft f\u00fcr die Senioren bedeutet.<\/p>\n<p>Was die Blutentnahme betrifft, haben wir denjenigen, die nicht in die entsprechenden Zentren gehen konnten oder wollten, die M\u00f6glichkeit der gegeben, sich zu Hause Blut entnehmen zu lassen. Dazu haben wir BeeCare hinzugezogen. Das Krankenpflegepersonal des Pflegedienstes hat ungef\u00e4hr 150 Blutentnahmen zu Hause durchgef\u00fchrt: 21% der Senioren, die sich im Rahmen unserer Studie dem serologischen Test unterzogen haben, haben es vorgezogen, das zu Hause zu machen.<\/p>\n<p>Wir haben uns f\u00fcr BeeCare als Partner entschieden, weil wir uns sicher sein wollten, dass wir die Senioren in gute H\u00e4nde geben. Neben der Blutentnahme zu Hause hat BeeCare auch die gesamte Organisation \u00fcbernommen und die Leute angerufen, um Termine im ganzen Kanton Tessin zu vereinbaren. Daf\u00fcr sind wir sehr dankbar. Das Personal von BeeCare hat sehr gute und wertvolle Arbeit geleistet\u201c, fasst die Projektleiterin der Corona Immunitas Ticino zusammen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Welche konkreten Auswirkungen hatte und hat Covid-19 im Kanton Tessin? Wir sprechen dar\u00fcber mit Dr. Rebecca Amati, Forscherin und Projektleiterin der Corona Immunitas Ticino.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":239375,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_relevanssi_hide_post":"","_relevanssi_hide_content":"","_relevanssi_pin_for_all":"","_relevanssi_pin_keywords":"","_relevanssi_unpin_keywords":"","_relevanssi_related_keywords":"","_relevanssi_related_include_ids":"","_relevanssi_related_exclude_ids":"","_relevanssi_related_no_append":"","_relevanssi_related_not_related":"","_relevanssi_related_posts":"","_relevanssi_noindex_reason":"","inline_featured_image":false,"_mbp_gutenberg_autopost":false,"_pgmb_is_evergreen":true,"_pgmb_ap_template_id":0,"footnotes":""},"categories":[11],"tags":[],"class_list":["post-239580","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-news"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/beecare.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/239580","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/beecare.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/beecare.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/beecare.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/beecare.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=239580"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/beecare.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/239580\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/beecare.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/239375"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/beecare.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=239580"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/beecare.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=239580"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/beecare.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=239580"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}