{"id":251274,"date":"2025-07-29T09:46:09","date_gmt":"2025-07-29T07:46:09","guid":{"rendered":"https:\/\/beecare.ch\/?p=251274"},"modified":"2025-07-29T09:46:43","modified_gmt":"2025-07-29T07:46:43","slug":"gut-essen-um-besser-zu-leben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/beecare.ch\/de\/news\/gut-essen-um-besser-zu-leben\/","title":{"rendered":"Gut Essen um besser zu Leben: der Glyk\u00e4mische Index und die Gesundheit der Senioren"},"content":{"rendered":"<p><em>Eine bewusste Ern\u00e4hrung kann ein m\u00e4chtiges Pr\u00e4ventionsinstrument sein, besonders f\u00fcr \u00e4ltere Menschen oder solche mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Wir haben mit Frau Dr. <\/em><em>Sibilla Salvadeo<\/em><em>, Haus\u00e4rztin in Lugano, dar\u00fcber gesprochen; sie hilft uns zu verstehen, warum der glyk\u00e4mische Index der Lebensmittel in der t\u00e4glichen Ern\u00e4hrung so wichtig ist und wie man ihn zum Schutz von Herz und Arterien nutzen kann.<\/em><\/p>\n<h2>Was ist der glyk\u00e4mische Index?<\/h2>\n<p>Der glyk\u00e4mische Index (GI) ist ein Parameter, der die F\u00e4higkeit eines Lebensmittels misst, die Glyk\u00e4mie, also den Blutzuckerspiegel, nach dem Verzehr zu erh\u00f6hen. Je mehr ein Lebensmittel den Blutzucker schnell ansteigen lassen kann, desto h\u00f6her ist sein glyk\u00e4mischer Index.<br \/>\n<strong>Warum ist er so wichtig, besonders f\u00fcr \u00e4ltere Menschen?<\/strong><br \/>\nDen glyk\u00e4mischen Index unter Kontrolle zu halten ist f\u00fcr alle wichtig, wird aber f\u00fcr diejenigen grundlegend, die an Herz-Kreislauf-Erkrankungen leiden oder in fortgeschrittenem Alter sind. Tats\u00e4chlich beg\u00fcnstigt ein hoher Blutzucker die chronische Entz\u00fcndung der Blutgef\u00e4\u00dfe und tr\u00e4gt zur Bildung atherosklerotischer Plaques bei.<br \/>\nDiese Ablagerungen erh\u00f6hen das Risiko schwerer Komplikationen wie Herzinfarkt, Schlaganfall oder Isch\u00e4mien der unteren Extremit\u00e4ten.<br \/>\n<strong>Kann eine Di\u00e4t mit niedrigem glyk\u00e4mischen Index helfen?<\/strong><br \/>\nAbsolut ja. Eine Di\u00e4t, die nicht nur ges\u00e4ttigte Fette begrenzt, sondern auch Lebensmittel mit niedrigem glyk\u00e4mischen Index einschlie\u00dft, ist eine wirksame Strategie, um die Entwicklung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu verlangsamen. Es ist eine Perspektive, die aus vielen Jahren Erfahrung im Arbeitsbereich der Inneren Medizin stammt und sich auch in der klinischen Praxis als wirksam erwiesen hat.<br \/>\nWelche Lebensmittel mit niedrigem GI k\u00f6nnen leicht in die Ern\u00e4hrung integriert werden? Zu den empfohlenen Lebensmitteln geh\u00f6ren:<\/p>\n<ul>\n<li>Alte Getreidesorten und Vollkorngetreide<\/li>\n<li>Roter Reis<\/li>\n<li>Blattgem\u00fcse wie Spinat und Mangold (Krautstiel)<\/li>\n<li>Einige Obstsorten (besonders rote Beeren wie Erdbeeren, Heidelbeeren und Himbeeren)<\/li>\n<li>H\u00fclsenfr\u00fcchte, reich an Ballaststoffen und Proteinen<\/li>\n<\/ul>\n<p>Ballaststoffreiche Lebensmittel verlangsamen n\u00e4mlich die Zuckeraufnahme, halten die Glyk\u00e4mie stabiler und reduzieren das Entz\u00fcndungsrisiko. Was sollte man besser vermeiden? Es ist ratsam folgende Lebensmittel zu meiden:<\/p>\n<ul>\n<li>Einfache Zucker wie Saccharose, Glucose und k\u00fcnstliche S\u00fc\u00dfstoffe (z.B. Sucralose)<\/li>\n<li>Verpackte und industrielle Produkte<\/li>\n<li>Teigwaren und Wei\u00dfbrot (Mehl 00)<\/li>\n<li>Kartoffeln und zu zuckerreiches Obst (wie Trauben)<\/li>\n<\/ul>\n<p>Achtung auch vor &#171;falschen Freunden&#187;: Fruchts\u00e4fte, &#171;cholesterinfreie&#187; S\u00fc\u00dfwaren, die aber zuckerreich sind, oder S\u00fc\u00dfstoffe, die gesund scheinen, aber es nicht sind. Besser S\u00fc\u00dfstoffe wie Erythrit zu bevorzugen, das beim Kochen keine sch\u00e4dlichen Substanzen produziert, und Ballaststoffe wie Inulin, welche die Glucose-Aufnahme reduzieren.<br \/>\n<strong>Wo anfangen? Kleine Schritte f\u00fcr gro\u00dfe Ver\u00e4nderungen<\/strong><br \/>\nWer sich um einen \u00e4lteren Menschen k\u00fcmmert, hat eine Schl\u00fcsselrolle. Man kann zeigen, dass es m\u00f6glich ist, gesund und schmackhaft zu kochen, auch wenn man etablierte Gewohnheiten \u00e4ndert; zum Beispiel Butter durch natives Oliven\u00f6l ersetzen oder einfache, aber ausgewogene Gerichte zubereiten.<br \/>\nHier sind einige praktische Vorschl\u00e4ge f\u00fcr den Anfang:<\/p>\n<ul>\n<li>Wei\u00dfbrot und Teigwaren durch Vollkornprodukte ersetzen<\/li>\n<li>Zucker im Haushalt eliminieren<\/li>\n<li>Den Verzehr von zu zuckerreichem Obst kontrollieren, dabei s\u00e4uerliche \u00c4pfel, Kiwis, Ananas und rote Beeren bevorzugen<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Zum Schluss eine Botschaft f\u00fcr diejenigen, die sich um einen \u00e4lteren Menschen mit Herzproblemen k\u00fcmmern.<\/strong><br \/>\n\u201e<em>Essen ist kein Hobby, sondern ein Akt der F\u00fcrsorge f\u00fcr die eigene Gesundheit. Fragen wir uns immer: Was geben wir auf den Teller und warum?<\/em>&#187; sagt <strong>Frau Dr. Sibilla Salvadeo<\/strong>.<br \/>\nAbschlie\u00dfend einen Ratschlag, der \u00fcber die einfache Ern\u00e4hrung hinausgeht: Sich um eine \u00e4ltere Person zu k\u00fcmmern bedeutet auch, ihr dabei zu helfen, bewusste Ern\u00e4hrungsentscheidungen zu treffen.<br \/>\nEine gute Di\u00e4t, Tag f\u00fcr Tag, kann wirklich den Unterschied machen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der glyk\u00e4mische Index ist grundlegend f\u00fcr die Herz-Kreislauf-Gesundheit der Senioren. Eine Di\u00e4t mit niedrigem GI mit Vollkorngetreide, Gem\u00fcse und H\u00fclsenfr\u00fcchten reduziert Gef\u00e4\u00dfentz\u00fcndungen und beugt herzbedingten Komplikationen vor.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":251221,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_relevanssi_hide_post":"","_relevanssi_hide_content":"","_relevanssi_pin_for_all":"","_relevanssi_pin_keywords":"","_relevanssi_unpin_keywords":"","_relevanssi_related_keywords":"","_relevanssi_related_include_ids":"","_relevanssi_related_exclude_ids":"","_relevanssi_related_no_append":"","_relevanssi_related_not_related":"","_relevanssi_related_posts":"","_relevanssi_noindex_reason":"","inline_featured_image":false,"_mbp_gutenberg_autopost":false,"_pgmb_is_evergreen":true,"_pgmb_ap_template_id":0,"footnotes":""},"categories":[11],"tags":[],"class_list":["post-251274","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-news"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/beecare.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/251274","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/beecare.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/beecare.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/beecare.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/beecare.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=251274"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/beecare.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/251274\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/beecare.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/251221"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/beecare.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=251274"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/beecare.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=251274"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/beecare.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=251274"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}