Pflegekräfte in der häuslichen Betreuung: Herausforderungen und Wert einer Arbeit, die anderen gewidmet ist

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Betreuer/innen und häusliche Pflegekräfte gehören zu den Fachkräften, die BeeCare den Familien zur Verfügung stellt, die ihre pflegebedürftigen Angehörigen zu Hause betreuen möchten. Erfahrenes und auf die häusliche Pflege und Betreuung spezialisiertes Personal. Und nicht nur das.

Die häuslichen Pflegekräfte von BeeCare widmen ihr berufliches Leben anderen – mit kleinen Gesten, die für die betreuten Personen einen grossen Wert haben. Die täglichen Unterhaltungen, ein Spaziergang, wenn es möglich ist, die diskrete Betreuung der Person.

All dies trägt zum Wohlbefinden im Einklang mit dem Anspruch von BeeCare bei: die Person in den Mittelpunkt zu stellen. Vier häusliche Pflegekräfte, die bei uns arbeiten, erzählen von ihren Erfahrungen.

„Ich bin keine Nummer, daher kann ich für die von mir betreuten Personen alles tun“

Ich arbeite seit einem Jahr als Altenpflegerin bei BeeCare. Vorher war ich in einem Seniorenheim, wo ich die Möglichkeit hatte, mit Physiotherapeuten und Ärzten zusammenzuarbeiten. Vor vielen Jahren war ich Leiterin eines Speisesaals im Gaststättengewerbe, aber ich war dieser Arbeit müde, weil sie mir keine Genugtuung gab.

Einige befreundete Krankenpfleger und Ärzte haben mir gesagt, dass ich Talent habe, in der Krankenpflege zu arbeiten, weil ich mich immer sehr um die anderen kümmere. Ich war bekannt für meine Liebenswürdigkeit und Geduld. 

Meine jetzige Arbeit gefällt mir, das Lächeln der von mir betreuten Personen gibt mir mehr als vieles andere: Ich versuche stets, sehr proaktiv zu sein und auf ihre Bedürfnisse zu reagieren, bevor sie sie zur Sprache bringen. 

Die Arbeit bei BeeCare bedeutet für mich, nicht mehr nur eine Nummer zu sein, sondern einen kontinuierlichen Kontakt mit meinen Vorgesetzten zu haben. Wenn ich ein Problem habe, kann ich mich jederzeit an sie wenden, und sie hören mir immer zu.

Ich fühle mich wohl und kann deswegen den Betreuten auch das Beste geben. Es zählen nicht die Minuten, in denen die Arbeit erledigt wird, sondern dass die Arbeit gut gemacht wird. 

Cinzia Tosi, Altenpflegerin bei BeeCare

„Die Möglichkeit, einer Person zu helfen, bereichert mich“

„Meinen Beruf als Altenpflegerin habe ich zufällig begonnen: Ich war in einer Arztpraxis und der Arzt hat mich gefragt, ob ich bereit wäre, einen älteren Herren zu betreuen, der genau wie ich aus dem Engadin kam. 

Davor war ich nur Ehefrau und Mutter gewesen und hatte als Kellnerin gearbeitet. Da wir beide aus Graubünden kamen, hatten wir sofort guten Kontakt. In der Familie kümmerte ich mich um das Putzen, die Mahlzeiten, den Einkauf, die Wäsche und die persönliche Hygiene der betreuten Person.

Ich habe viele Jahre lang als Betreuerin gearbeitet und jetzt bin ich seit einem Jahr Pflegekraft bei BeeCare. Das bedeutet für mich auch ein sichereres Arbeiten, weil ich nicht mehr allein bei meiner Arbeit bin. Der Pflegedienst bietet mir Schutz und allgemein mehr Sicherheit. Ich bin von ganzem Herzen bei meiner Arbeit. Ich finde es wichtig, zu geben und sowohl mit der betreuten Familie als auch dem Arbeitgeber ein Verhältnis zu pflegen, das auf Vertrauen, Ehrlichkeit und Respekt basiert.

Als ich meine erste Arbeit als Betreuerin angenommen habe, dachte ich, ich würde das nicht schaffen. Dagegen war ich überrascht, wie gut es mir gelungen ist, den Personen zu helfen.

Ich habe bemerkt, dass es für mich ganz normal war, zu helfen. Einer bedürftigen Person zur Seite zu stehen bereichert mich. Es ist eine Genugtuung für mich, wenn es der mir anvertrauten Person gut geht. Und alles immer mit Zuvorkommenheit und einem Lächeln.“ 

Silvia Bonorand, Altenpflegerin bei BeeCare

„Diese Arbeit muss mit Liebe erfüllt werden. Ich behandle ältere Menschen, als ob es meine Grosseltern oder Eltern wären.“

„Der Beruf als Altenpflegerin, den ich in der Vergangenheit privat ausgeübt habe, während ich jetzt bei BeeCare arbeite, ist ein Beruf, den man aus Leidenschaft wählt. Ich liebe meine Arbeit. Sie gibt mir Genugtuung, weil ich gern mit älteren Menschen zusammen bin, sie ernst nehme und den Dialog mit ihnen pflege. 

Bei einer Familie habe ich mehr als 25 Jahre lang gearbeitet: Zuerst habe ich die Eltern in hohem Alter betreut und bin dann als Haushaltshilfe geblieben. Auch das Team von BeeCare ist wie eine Familie für mich, eine grosse Hilfe, weil ich bei der Organisation meiner Arbeit nicht allein bin.

Diesen Beruf übt man nicht nur wegen dem Gehalt aus: Man bracht Geduld und Konstanz, um auf die Bedürfnisse und Wünsche von älteren Menschen einzugehen.

 

„Diese Arbeit muss mit Liebe erfüllt werden. Ich behandle die von mir betreuten älteren Menschen, als ob es meine Grosseltern oder Eltern wären.“ Es ist sehr wichtig, ihnen Zuneigung zu zeigen und nicht ihr Alter auf die Waage zu legen, ganz unabhängig von ihrem Gesundheitszustand.

Auch die kleinsten Gesten sind für ältere Menschen etwas ganz Grosses.“

Allegra Fortunata, Altenpflegerin bei BeeCare

„Ich behandle ältere Menschen grundsätzlich nicht als Kranke und versuche, ihnen das Leben zu erleichtern“

„Seit zwei Jahren arbeite ich bei BeeCare, aber bereits vor zehn Jahren hatte ich meinen ersten Kontakt mit diesem Beruf. Ich habe meinen Arbeitsplatz in einer Krawattenfabrik verloren und gleichzeitig war es notwendig, meine Grossmutter zu betreuen, die ich im Endstadium ihrer Krankheit ein Jahr lang gepflegt habe. Nach dieser Erfahrung haben ich Ausbildungskurse gemacht und anschliessend sofort Arbeit in einer gesundheitlichen Einrichtung gefunden. 

Bei der Betreuung meiner Grossmutter habe ich Krankenpflegepersonal und Ärzte kennen gelernt, die mich zu diesem Beruf motiviert haben, da sie der Meinung waren, ich sei dafür geeignet. Anfangs hatte ich keine Vorstellung davon, wie es hätte sein können, Fremde zu betreuen. In der Tat ist es eine delikate Situation, da man in engem Kontakt mit der pflegebedürftigen Person steht. Aber ich liebe meinen Beruf, ich liebe es, ein Vertrauensverhältnis zu älteren Menschen aufzubauen.

Dazu braucht man Empathie, man muss fühlen, was der andere fühlt. Ich behandle pflegebedürftige ältere Menschen nicht als Kranke, sondern als Gesunde: Sie sind bei sich zu Hause und müssen sich frei fühlen, das zu tun, was sie wollen. Ich versuche, ihnen den Alltag angenehmer zu gestalten und sie, wenn möglich, in das einzubeziehen, was zu tun ist, damit sie sich nützlich fühlen.

Bei Beecare habe ich eine ganz andere Situation als in der gesundheitlichen Einrichtung vorgefunden, in der ich zuvor tätig war. Dort machten wir jeden Tag das Gleiche, wie an einem Montageband: Für jeden Handgriff gab es eine bestimmte Zeitvorgabe und ich konnte keine Beziehung zu den Patientinnen und Patienten aufbauen. Aus diesem Grund arbeite ich lieber in der häuslichen Pflege. Ich mag es, mich um jemanden zu kümmern und ihm im Rahmen des Möglichen das Leben zu vereinfachen.“

Antonietta Carpinelli, Altenpflegerin bei BeeCare

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