Häusliche Betreuung: ein zu schützender Beruf

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Jahrelang gab es für die häusliche Betreuung keine Reglementierung, was nicht selten zu mündlich mit dem Arbeitgeber abgeschlossenen „Verträgen“, zu Missverständnissen in Bezug auf die Arbeitszeiten und auf das Gehalt und sehr oft zu einer wahrhaften Ausbeutung führte.

Eine Ausbeutung, der sehr oft leider verzweifelte Ausländer zum Opfer fielen, die bereit waren, fast alles zu akzeptieren. Und oft war dies ein gegenseitiger Gefallen: „Du wohnst bei mir zu Hause und im Gegenzug kümmerst du dich um mich“.

So kam es, dass das Betreuungspersonal Tag und Nacht ohne Pause arbeitete, ohne eine Minute Freizeit – bei weniger als 10 Stunden Schlaf insgesamt, und das in einigen Fällen auf einem Sessel oder einer Liege im Flur.

Angesichts dieser traurigen Lage wurde klar, dass dieses Verhältnis der beiderseitigen Bedürfnisse zwischen Betreuungspersonal und Betreuten in einen reglementierten und soliden Beruf verwandelt werden musste, der alle Beteiligten schützt und diese Tätigkeit ausgebildeten Fachkräften zugänglich macht.

Aus den Daten des für Senioren und die häusliche Pflege zuständigen Kantonsamts ist ersichtlich, dass viele alte und sehr alte Menschen wünschen, weiterhin zu Hause zu wohnen.

Im Kanton besteht somit die Notwendigkeit, die Senioren zu unterstützen, die so lange wie möglich im eigenen Heim wohnen möchten.

Einsatz seitens des Dienstes für die häusliche Alten- und Krankenpflege

Chiara Gulfi, Bereichsleiterin für die häusliche Pflege, hat neben ABAD, dem Dienst für die häusliche Betreuung und Pflege in der Gegend von Bellinzona, auch in der Umgebung Mendrisio und Basso Ceresio den Dienst für Hilfe und Pflege zu Hause öffentlichen Interesses (SACD) ins Leben gerufen: ein Projekt, in dessen Rahmen sich dieser Dienst öffentlichen Interesses selbst um die Einstellung der Mitarbeiter/innen in der häuslichen Pflege kümmert.

Roberto Mora, Leiter von ABAD (Verein für häusliche Pflege und Betreuung in Bellinzona), hebt die soziale Bedeutung dieses Projekts hervor, das die freie Wahl zwischen einem Seniorenheim und dem eigenen Zuhause im Kreise der Familienangehörigen zum Ziel hat.

Er unterstreicht, dass sich der Verband im Wesentlichen als Vermittler zwischen Betreuungspersonal und Familien anbietet – sowohl für Verwaltungspraktiken als auch für die Organisation und die Handhabung eventueller Missverständnisse.

Dies bietet beiden Parteien Schutz und die Gelegenheit, den Beruf als häusliche Betreuung mit dem Konzept zu vereinen, dass auch das Betreuungspersonal ein Leben und eine Familie hat. Auf diese Weise öffnen sich vielen Tessinern, die im Pflegebereich tätig sind, Türen für einen neuen Beruf, der in der Vergangenheit aufgrund der offensichtlichen wirtschaftlichen Nachteile unzugänglich war.

BeeCare schützt die Tätigkeit des Betreuungspersonals in der häuslichen Pflege

Tommaso Gianella, Gründer von BeeCare in Zusammenarbeit mit einer Gruppe von Unternehmensexperten, hebt den Aspekt des Alleinseins des Betreuungspersonals bei einer so wichtigen und heiklen Tätigkeit und die Einsamkeit um die Familie oder sogar die einzelne Person hervor.

Es ist wichtig, beiden Parteien zuzuhören, um die jeweils beste Lösung zu finden. Und genau das bieten wir mit unseren Leistungen. Wir kümmern uns nicht nur im die Organisation der Schichten, sondern pflegen auch die menschlichen Beziehungen.

Es geht nicht nur darum, eine Person zur Verfügung zu stellen, sondern sich auf Bedürfnisse der betreuten Person einzustellen, die sich im Laufe der Zeit ändern, aber stets sehr individuell sind. Wir arbeiten mit vertrauenswürdigen Personen zusammen und wir garantieren für sie und kümmern uns auch um sie, weil wir für sie verantwortlich sind. Wir schaffen ein berufliches Umfeld, in der die bestmögliche Pflege zu Gunsten aller Beteiligten gewährleistet ist“, erläutert Gianella.

Der Umstand, dass ich Teil eines Unternehmens bin, gibt mir mehr Sicherheit. Wenn irgendetwas nicht funktioniert, brauche ich keine Angst zu haben, die Arbeit zu verlieren, da jemand da ist, der sich auch für mich einsetzt“, so der Kommentar einer Angestellten von BeeCare.

Aktuell arbeiten Tommaso Gianella und seine Kollegen neben dem Pflegepersonal des Spitex mit ungefähr fünfzig weiblichen und zehn männlichen Mitarbeitern zusammen, die in der häuslichen Alten- und Krankenpflege als Betreuer/innen arbeiten.

 

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